Die Daten des TÜV Rheinlands liegen einer Gebührenverordnung zu Grunde, die bundesweit einheitlich ist.   

Der TÜV Rheinland gibt folgende Kosten an:

  • MPU wegen einer oder mehrerer Alkohol Auffälligkeiten: 383,18 €

  • MPU wegen Punkten im Straßenverkehr (ohne Auffälligkeiten): 332,01 €

  • MPU wegen Alkoholauffälligkeit und Punkten im Straßenverkehr: 546,21 €

  • MPU wegen Drogenauffälligkeit: 335,50 €

  • MPU wegen Straftat/en: 332,01 €

  • MPU wegen Drogenauffälligkeit und Punkten: 698,53 €

  • MPU wegen Drogen und Alkoholauffälligkeit: 724,12 €

  • MPU wegen körperlicher und geistige Mängel (inkl. Altersbewerber): 222,72 €

  • MPU wegen Auffälligkeit bei der Fahrerlaubnisprüfung: 240,12 €

  • MPU wegen neurologisch- psychiatrischer Mängel: 314,36 €

Quelle: TÜV Rheinland

                                          

 Der Ablauf einer MPU

ist  sowohl von Ihrer speziellen Fragestellung, als auch von der Organisation der ausgewählten Untersuchungsstelle und von dem individuellen Vorgehen des Gutachters abhängig.

Bei einer typischen Untersuchung aus Anlass einer oder mehrerer Trunkenheitsfahrten können Sie aber von folgendem Schema ausgehen (Reihenfolge einzelner Schritte kann vertauscht sein ):

1. Bevor Sie bei der Untersuchung erscheinen, hat der Psychologe die Akte der Straßenverkehrsbehörde analysiert. Er hat sich einen Überblick über die Vorgeschichte verschafft, sich mögliche Erklärungen für Ihre Auffälligkeiten überlegt, eventuell kritische Punkte notiert und festgelegt, welche Untersuchungen vermutlich notwendig sein werden (Anmerkung: Uns ist bewusst, dass dies den wünschenswerten Zustand beschreibt, in der Realität stehen Gutachten oft so unter Zeitdruck, dass eine Vorbereitung sehr flüchtig ausfällt. Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Gutachter Ihrer Akte noch gar nicht gelesen hat, raten wir Ihnen dringend, die Untersuchung abzubrechen, da er dann nicht in der Lage sein wird, sich angemessen mit Ihrem Fall auseinanderzusetzen.)

2. Bei der Anmeldung müssen sie sich im Regelfall noch einmal persönlich ausweisen, können gegebenenfalls weitere Unterlagen abgeben etc. Häufig schließt sich eine längere Wartezeit an, die aber nicht, wie oft vermutet wird, etwas mit Schikane ("Die Psychologen wollten mich weichkochen") zu tun hat, sondern mit Organisationsproblemen, die von den einzelnen Untersuchungsstellen unterschiedlich gut gelöst werden.

3. Bei Alkoholtätern und in einer Reihe von anderen Fällen erfolgt dann eine medizinische Untersuchung. Diese umfasst ein grobes Abchecken des Allgemeinzustandes (Größe, Gewicht, Gesundheitszustand, Hörvermögen, Sehvermögen, Abtasten der Leber, Reflexprüfung etc.), wobei der Umfang sehr unterschiedlich sein kann. Bei Alkoholfragestellungen erfolgt stets eine Blutuntersuchung, um die so genannten Leberwerte zu überprüfen. Bei Kraftfahrern, die wegen Drogendelikten auffällig geworden sind, wird im Regelfall ein Drogenscreening gemacht, wobei Art (Urin, Blut, Haare, Umfang etc. ) vom Anlass, von dem Bundesland und von der Untersuchungsstelle abhängig sind.

4. Der für Sie wichtigste Teil ist die Exploration, das heißt ein Gespräch, in dem der Psychologe/die Psychologin Sie nach Ihrer Erinnerung und der Einschätzung der Verkehrsauffälligkeiten befragt, sich einen Eindruck von Ihrem früheren, jetzigem und geplanten Trinkverhalten verschafft, die Glaubwürdigkeit und Widerspruchsfreiheit Ihrer Aussagen versucht zu überprüfen und einschätzt, ob Sie sich mit der Vorgeschichte auseinandergesetzt haben, ehrliche Antworten geben und wohlüberlegte, begründete und realistische Vorsätze für die Zukunft gefasst haben. All diese Informationen bieten eine wichtige Grundlage für die Vorhersage, ob Sie aus Ihren Fehlern etwas gelernt haben.

5. In der Regel erfolgt noch eine Überprüfung der Leistungsfähigkeit an verschiedenen Testgeräten (Wahrnehmung, Reaktion, Körperbeherrschung). Diese haben aber im Regelfall keine sehr große Bedeutung für die Gesamtbeurteilung. Selbst wenn einzelne Ergebnisse schlecht ausfallen, haben Sie in der Regel die Möglichkeit, in einer späteren Fahrprobe nachzuweisen, dass Sie solche Leistungsmängel in der Praxis kompensieren können.

6. Schließlich wird der Psychologe alle dieser Informationen zusammenfassen, bewerten und in ein abschließendes Urteil umsetzen. Dieser Prozess erfordert Zeit und deshalb wird Ihnen in vielen Fällen das Ergebnis noch nicht in der Untersuchung selbst, sondern erst später (meist nach etwa 14 Tagen) schriftlich mitgeteilt. Nur in eindeutigen Fällen wird der Psychologe bereits im Gespräch sagen: "So sieht das Ergebnis aus." Falls sich ein negatives Ergebnis abzeichnet, versuchen Sie auf keinen Fall, den Psychologen zu beknien, seine Meinung zu ändern, sondern fragen Sie gezielt, welche Maßnahmen Sie aus seiner Sicht ergreifen müssen, an wen Sie sich wenden können, wann Sie wiederkommen können.